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Harksheide ist ein Ortsteil von Norderstedt im Norden Hamburgs mit der besten Musik in der Stadt.

von Bürgern für Bürger - 22 Jahre "Music Star"   1997 - 2019    


Unsere Ziele

Plan 1 - auf dieser Webseite findet nicht nur der Norderstedter Bürger Anregungen zum Besuch von Musikveranstaltungen

Plan 2 - und - Interesse vorausgesetzt - kann er sich auch aktiv einbringen und beteiligen an der Planung von Konzerten und                Festivals...

Plan 3 - sei es als aktives- oder passives Mitglied des gemeinnützigen Vereins Music - Werkstatt e.V

23.3.2019 TREVOR ALGUIRE ( USA )

Die Musik, die landläufig dem Americana-Genre zugeordnet wird, also handgemachter Folk-Country-Roots-Rock mit Texten in bester Storyteller-Tradition, wird im Allgemeinen unwillkürlich mit dem US-amerikanischen Süden assoziiert, mit Texas oder Nashville/Tennesse vor allem. Dass gute Americana-Musik freilich nicht an einen bestimmten geographischen Ort gebunden ist, beweist unter anderem eine Szene, die sich gute tausend Meilen weiter nördlich jenseits der amerikanisch-kanadischen Landesgrenze gebildet hat und bereits eine solch auffallende Vielzahl an herausragenden Vertretern dieses Musikstils hervorgebracht hat, dass sie ihre eigene Genrebezeichnung geprägt hat: CanAmericana nennt man Bands und Künstler wie Fred Eaglesmith oder Blue Rodeo, die US-Roots-Country-Rock reinsten Wassers und erster Güte produzieren. Genau aus diesem Umfeld stammt auch Trevor Alguire, einer der jüngsten und am meisten versprechenden Singer-Songwriter aus dem scheinbar schier unerschöpflichen kanadischen Reservoir.
Gleich sein erstes Album aus dem Jahr 2004, noch unter dem Bandnamen Mercury Pickup, brachte ihm bereits die obligatorischen Vergleiche mit Steve Earle, Tom Petty und Wilco ein. Dabei erstrahlt sein volles Potenzial erst so richtig auf den ersten beiden Alben unter eignem Namen, auf denen Trevor Alguire mit erstaunlicher Leichtigkeit und Souveränität ein Spagat zwischen Alt.Country und Roots Rock, Americana und Gitarrenrock, Folk und Rock'n’Roll gelingt. Am Ende kann man sich bestens auf die zeitlose Formel Country Rock einigen – jenen Country Rock, der ganze Generationen verbindet, der Großstadt-Flair und Landluft atmet, der beim Holzfällerhemd auf der Veranda genauso gut ankommt wie in den alternativen Rockclubs der Szene oder im stickigen Roadhouse an irgendeinem Highway in der kanadischen Prärie. In den Texten geht es um Geschichten auf und neben der Straße, persönlichen Sehnsüchten, Beobachtungen von Land und Leuten. Alguire erweist sich dabei als wortgewandter Erzähler mit viel Einfühlungsvermögen und Sänger mit emotionalem Tiefgang, wozu seine warme, sonore Stimme – etwa zwischen Tim Easton, Kevin Welch und Michael Hall – perfekt passt.
Mit seinem jüngsten Album, das er auf seiner anstehenden Europa-Tournee auch im Lab präsentieren wird, gelang es ihm, noch mal eine Schippe drauf zu legen und sich bis auf Platz zehn in den Euro-Americana-Charts sowie Platz vier in den Canadian Roots Charts vorzuarbeiten. Und da er live diese feine Musik mit sympathischer Ausstrahlung ohne jede Starallüren präsentiert, darf sich jeder Roots- und Americana-Fan den Konzerttermin schon mal dick im Kalender anstreichen.

trevoralguire.com

27.3.2019 ELECTRIC ALLEY ( Spanien )

Bereits 2015 erschienen, jetzt dank findiger Promo-Agentur auf breiter Ebene zu haben: THE ELECTRIC ALLEY sind mit ihrem klassischen Southern Rock modernerer Lesart nicht unbedingt zu spät an, aber ihr Feld ist definitiv schon über weite Bereiche hin abgegrast. Andererseits: Ein so zeitloser Sound, wie ihn "Get Electrified!" bietet, funktioniert eigentlich immer, da kann der Zug noch so lange abgefahren sein …

Abgefahren in anderer Hinsicht ist auf dem Album allerdings nichts. Die Spanier halten sich streng konservativ an den Stil, den Bands mit "Black" im Namen (CROWES, -BERRY SMOKE) etabliert haben, und wo sie weniger nach Southern als allgemeingültig classic-rockig klingen, hat man das alles ebenfalls schon irgendwo anders gehört. Allerdings beherrschen THE ELECTRIC ALLEY ihren Stil so vortrefflich, das ausnahmslos starke Songs herausgekommen sind und dieses "Problem" praktisch unerheblich ist.

Die Energie der Musiker aus Cadiz steckt an. Das Titelstück ist genauso wie 'Go!' später (schrammt gar am Rand von traditionellem Heavy Metal) ein standesgemäß treibender Opener, doch danach entfaltet sich ein verhältnismäßig variabler Song-Reigen, der vom schleppenden Swinger 'Can We Have Some Love Between Us?' (hat fast etwas von frühen WHITESNAKE) über subtilen Orgel-Einsatz und einen leisen Gospel-Touch ('Eagles Fly Solo') bis zum halbakustischen Roadmovie 'A Lonely Sun Story' eine Menge Land abdeckt.

Wesentlich und unleugbar dabei: der zutiefst sympathische Charakter, der THE ELECTRIC ALLEY zu eigen ist. Die Lead Vocals schmelzen jedes vereiste Gemüt, die warme Produktion verstärkt dies, und die dahintersteckende Power sorgt schließlich für Schweißausbrüche.

www.theelectricalley.com   CD Review